PK-Einkauf-Rechner
Berechne deine sofortige Steuerersparnis beim freiwilligen Einkauf in die Pensionskasse – und sieh im direkten Vergleich, ob sich der Einkauf gegenüber privatem Anlegen wirklich lohnt.
Wichtig: Offene WEF-Vorbezüge (Wohneigentum) musst du zuerst zurückzahlen, bevor freiwillige Einkäufe steuerlich abziehbar sind.
Typische Werte in der Schweiz (Bund + Kanton + Gemeinde):
• Einkommen 80–100k: 22–28 %
• Einkommen 120–150k: 28–35 %
• Einkommen 180k+: 33–42 %
Genauer Wert: deine letzte Steuerveranlagung oder der offizielle ESTV-Steuerrechner.
Vermögensvergleich bis zur Pensionierung
So rechnet der Rechner: Die Einkauf-Strategie legt deine Einkaufssumme zur PK-Verzinsung an (abzüglich Kapitalbezugssteuer am Ende) und investiert die sofortige Steuerersparnis zusätzlich privat zur Alternativ-Rendite. Die Variante Selbst anlegen investiert denselben Betrag vollständig privat – ohne Steuerabzug, aber auch ohne Kapitalbezugssteuer.
Annahmen & Grenzen: konstanter Grenzsteuersatz (real sinkt er mit dem Abzug leicht), Kapitalbezug als Einmalsumme, keine Vermögens- oder Einkommenssteuer auf den privaten Erträgen, keine Staffelung über mehrere Jahre. Nach einem Einkauf gilt eine 3-Jahres-Sperrfrist für den Kapitalbezug. Unverbindliche Modellrechnung – keine Steuer-, Vorsorge- oder Anlageberatung.
PK-Einkauf verstehen: Rechenlogik, Eingaben und Einordnung
Was der Rechner vergleicht
Ein freiwilliger Einkauf in die Pensionskasse wirkt an zwei Stellen: Heute senkt er dein steuerbares Einkommen, bei der Pensionierung erhöht er dein Altersguthaben. Ob sich das lohnt, entscheidet sich erst im Vergleich mit der Alternative. Der Rechner stellt deshalb zwei Strategien nebeneinander. In der Einkauf-Strategie wächst deine Einkaufssumme mit der Verzinsung deiner Pensionskasse bis zur Pensionierung, und die sofortige Steuerersparnis legst du zusätzlich privat an. Beim Kapitalbezug am Ende zieht der Rechner die einmalige Kapitalbezugssteuer ab. Die Vergleichsvariante investiert denselben Betrag vollständig privat: ohne Steuerabzug heute, dafür ohne Kapitalbezugssteuer am Schluss. Der Netto-Vorteil zeigt dir, welche Strategie bei deinen Annahmen mehr Endvermögen ergibt. Wichtig: Der Rechner modelliert den Bezug als Kapital. Lässt du dir das Guthaben stattdessen als Rente auszahlen, wird es verrentet (im Obligatorium gilt 2026 der Mindestumwandlungssatz von 6.8 %) und die Rente als Einkommen besteuert. Das ist eine andere Rechnung.
So wählst du die Eingaben
Die vier heiklen Eingaben bestimmen das Resultat. So setzt du sie sauber:
- Grenzsteuersatz: Nimm den Satz auf deinem nächsten verdienten Franken, nicht den Durchschnittssatz. Am genauesten liest du ihn aus deiner letzten Steuerveranlagung ab.
- PK-Verzinsung: Der BVG-Mindestzins liegt 2026 bei 1.25 % und gilt nur für den obligatorischen Teil. Massgebend ist der effektive Zins deiner Kasse aus Reglement oder Geschäftsbericht, im Überobligatorium kann er davon abweichen.
- Alternativ-Rendite: Schätze sie ehrlich. Je höher du sie ansetzt, desto besser schneidet das private Anlegen ab. Rechne im Zweifel ein vorsichtiges und ein optimistisches Szenario.
- Kapitalbezugssteuer: Der Bund erhebt einen Fünftel des ordentlichen Tarifs (Art. 38 DBG), kantonal sind die Unterschiede gross: Bei CHF 250'000 Kapital zahlt eine ledige Person je nach Kanton zwischen rund CHF 10'651 (Graubünden) und CHF 22'401 (Appenzell Ausserrhoden). Den Wert für deinen Kanton findest du im Kantonsvergleich zur Kapitalbezugssteuer oder rechnest ihn mit dem Kapitalbezug-Rechner exakt aus.
Einordnung: PK-Einkauf und Säule 3a
Der PK-Einkauf ist neben der Säule 3a der zweite grosse steuerlich privilegierte Sparkanal der Schweiz. Der Unterschied liegt in der Grössenordnung: In die Säule 3a darfst du 2026 höchstens CHF 7'258 einzahlen (mit Pensionskasse) beziehungsweise CHF 36'288 ohne Pensionskasse, begrenzt auf 20 % des Nettoeinkommens. Beim PK-Einkauf gibt es keinen fixen Jahresdeckel, die Grenze ist dein persönliches Einkaufspotenzial gemäss Vorsorgeausweis. Für grössere Beträge und hohe Einkommen ist der Einkauf darum das stärkere Instrument, typischerweise nachdem die 3a ausgeschöpft ist. Seit 2025 sind zudem rückwirkende 3a-Einkäufe für Beitragslücken unter bestimmten Bedingungen möglich (BVV3 Art. 7a). Beide Wege folgen derselben Logik: Du verschiebst Steuern von heute, wo dein voller Grenzsteuersatz greift, auf den Bezug, wo ein reduzierter Tarif gilt.
Genau diese Verschiebung macht der Rechner oben sichtbar. Trag dein Einkaufspotenzial, deinen Grenzsteuersatz und die Steuer deines Kantons ein und vergleiche zwei oder drei Rendite-Szenarien. So siehst du in Franken, ob der Einkauf für dich die bessere Wahl ist als privates Anlegen.
Häufige Fragen zum PK-Einkauf
Wie viel kann ich in die Pensionskasse einkaufen?
Dein maximales Einkaufspotenzial steht auf deinem Vorsorgeausweis (Position «mögliche Einkaufssumme» oder «Einkaufspotenzial»). Es entspricht der Differenz zwischen der reglementarisch maximal möglichen Leistung und deinem aktuell vorhandenen Altersguthaben. Offene WEF-Vorbezüge für Wohneigentum musst du vor einem freiwilligen Einkauf zuerst zurückzahlen.
Wie viel Steuern spare ich mit einem PK-Einkauf?
Der Einkauf ist im Einzahlungsjahr vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % und einem Einkauf von CHF 20'000 sparst du rund CHF 6'000 – sofort und garantiert. Je höher dein Einkommen (und damit dein Grenzsteuersatz), desto grösser die Ersparnis.
Lohnt sich ein PK-Einkauf für mich?
Besonders attraktiv ist ein Einkauf bei hohem Grenzsteuersatz und kurzem Horizont bis zur Pensionierung (typisch ab Alter 50) – dann dominiert die sofortige Steuerersparnis. Bist du jung und erwartest du beim selber Anlegen eine deutlich höhere Rendite als die PK-Verzinsung, kann privates Anlegen vorteilhafter sein. Der Rechner zeigt dir den Netto-Vergleich für genau deine Annahmen.
Gibt es eine Sperrfrist nach einem Einkauf?
Ja. Innerhalb von 3 Jahren nach einem freiwilligen Einkauf darf das Guthaben nicht als Kapital bezogen werden – sonst wird der Steuerabzug nachträglich aberkannt. Plane Einkäufe deshalb mit genügend Abstand vor einem geplanten Kapitalbezug (z. B. für Wohneigentum oder die Pensionierung).
Soll ich den Einkauf über mehrere Jahre staffeln?
Oft ja. Verteilst du grosse Einkäufe auf mehrere Jahre, brichst du die Steuerprogression: Jeder Teilbetrag fällt in einem Jahr mit tendenziell tieferem Grenzsteuersatz an, wodurch die gesamte Ersparnis steigen kann. Auch ein gestaffelter Kapitalbezug bei der Pensionierung (über mehrere Jahre, ggf. mit mehreren Vorsorgekonten) senkt die Kapitalauszahlungssteuer.
Sieh deine echte Vorsorgesituation
Geldfuchs kombiniert deinen PK-Einkauf mit AHV, Pensionskasse, Säule 3a und privatem Vermögen – und zeigt dir, wie deine Pension wirklich aussieht und wann sich welcher Schritt lohnt.