Entnahmeplan-Rechner
Wie lange reicht dein Kapital bei monatlicher Entnahme – oder wie viel kannst du dir für X Jahre auszahlen? Inkl. Rendite, Inflation und Restkapital-Ziel.
Kapitalverlauf über die Zeit
Hinweis: Modellrechnung mit konstanter Rendite – echte Märkte schwanken. Bei realer Anlage erhöht die Reihenfolge der Renditen ("Sequence Risk") besonders in den ersten Jahren der Entnahme das Risiko, dass das Kapital schneller aufgebraucht ist. Schweizer Steuern und AHV-Renten sind nicht berücksichtigt. Keine Anlage- oder Vorsorgeberatung.
Vom Vermögen leben: so setzt du deinen Entnahmeplan auf
Was der Rechner konkret rechnet
Der Rechner simuliert, was mit deinem Kapital geschieht, wenn du regelmässig Geld entnimmst und das Restkapital investiert bleibt. Du kannst die Frage in zwei Richtungen stellen: Wie lange reicht ein bestimmtes Kapital bei einer festen monatlichen Entnahme? Oder umgekehrt: Welcher Monatsbetrag liegt drin, wenn das Geld eine bestimmte Anzahl Jahre reichen soll? In beide Rechnungen fliessen die erwartete Rendite, die Teuerung und ein optionales Endkapital-Ziel ein. Letzteres brauchst du, wenn am Schluss bewusst etwas übrig bleiben soll, etwa als Reserve oder für die Erben: Der Rechner reduziert dann die mögliche Entnahme entsprechend. Als Ergebnis siehst du neben der Laufzeit auch das total entnommene Geld und den Kapitalverlauf über die Zeit.
So wählst du deine Eingaben
- Startkapital: Setze nur Vermögen ein, das frei verfügbar und wirklich für den Verzehr bestimmt ist. Notgroschen, gebundene Vorsorgegelder und Beträge mit anderem Zweck gehören nicht hinein.
- Monatliche Entnahme: Leite den Betrag aus deinem tatsächlichen Budget ab. Als grober Ausgangspunkt taugt die 4-%-Regel, die in den häufigen Fragen weiter unten erklärt ist; für die Schweiz fährst du mit einer konservativeren Entnahmerate meist besser.
- Rendite: Rechne zwei Szenarien statt einem, ein vorsichtiges und ein optimistisches. Geht dein Plan nur im optimistischen Fall auf, ist er zu knapp kalkuliert.
- Inflationsanpassung: Aktiviere sie bei längeren Horizonten. Sonst planst du mit heutiger Kaufkraft, kannst dir aber in späteren Jahren real immer weniger leisten.
Einordnung für die Schweiz: AHV, Pensionskasse und Steuern
Ein Entnahmeplan steht in der Schweiz selten allein. Die AHV zahlt 2026 maximal CHF 2'520 pro Monat, inklusive 13. AHV-Rente höchstens CHF 32'760 pro Jahr; für Ehepaare gilt ein Plafond von CHF 49'140 pro Jahr. Die Pensionskasse wandelt das obligatorische Guthaben mit einem Mindestumwandlungssatz von 6.8% in eine lebenslange Rente um. Dein Entnahmeplan deckt darum typischerweise die Lücke zwischen diesen Renten und deinem Budget, oder er überbrückt bei einer Frühpensionierung die Jahre bis zum Referenzalter 65.
Wer Pensionskassen- oder Säule-3a-Kapital bezieht statt verrentet, zahlt darauf einmalig die Kapitalbezugssteuer: Der Bund erhebt einen Fünftel des ordentlichen Tarifs, kantonal ist die Spanne gross. Bei CHF 250'000 (ledig) reicht sie von rund CHF 10'651 in Graubünden bis CHF 22'401 in Appenzell Ausserrhoden. Erst der Betrag nach dieser Steuer ist dein Startkapital. Die Höhe für deinen Kanton zeigt dir der Kantonsvergleich zur Kapitalbezugssteuer; ob für dich Rente oder Kapitalbezug besser aufgeht, prüfst du im Kapitalbezug-Rechner, das Zusammenspiel aller drei Säulen im Pensionierung-Rechner.
Wenn du Startkapital, Wunsch-Entnahme und Horizont beisammen hast, rechne oben mehrere Varianten durch: einmal vorsichtig, einmal optimistisch, einmal mit und einmal ohne Endkapital-Ziel. Die Spannweite dieser Ergebnisse sagt mehr über die Tragfähigkeit deines Plans aus als eine einzelne Zahl.
Häufige Fragen zum Entnahmeplan
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan zeigt dir, wie lange dein Kapital reicht, wenn du monatlich einen festen Betrag entnimmst – während das Restkapital weiter verzinst wird. Klassisches Modell für die Rentenphase, ein Sabbatical oder den Frührentenbezug.
Warum ist die Inflation so wichtig?
Bei 2 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft in rund 35 Jahren. Wenn deine monatliche Entnahme nominal konstant bleibt, kannst du dir am Ende deutlich weniger leisten. Der Rechner kann die Entnahme automatisch jährlich an die Inflation anpassen – damit deine Kaufkraft erhalten bleibt.
Welche Rendite ist in der Rentenphase realistisch?
Mit reduziertem Aktienanteil (50–60 %) und Rest in Anleihen / Cash liegt die langfristige Rendite typischerweise bei 3–4 %. Wer länger und voll in Aktien bleibt, kann mehr erreichen – mit höherem Risiko von Crashs zur Unzeit ("Sequence Risk").
Was ist die 4-%-Regel?
Eine Faustregel: wer 4 % seines Startkapitals pro Jahr (inflationsbereinigt) entnimmt, dessen Kapital sollte mit hoher Wahrscheinlichkeit 30+ Jahre halten. Die Regel basiert auf US-Daten (Trinity Study). Für die Schweiz mit tieferen Renditen und tieferer Inflation eher 3.0–3.5 % als konservative Variante.
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