Sparzielrechner
Du weisst, was du erreichen willst – wir sagen dir, wie viel du dafür pro Monat sparen musst. Mit Zinseszins, aktuellem Kapital und erwarteter Rendite.
Entwicklung über die Jahre
Hinweis: Modell mit konstanter Rendite – echte Märkte schwanken. Schweizer Steuern (Vermögenssteuer, Einkommenssteuer auf Zinsen) sind nicht berücksichtigt. Für steuerlich begünstigtes langfristiges Sparen: Säule 3a. Keine Anlageberatung.
Sparziele planen: vom Zielbetrag zur monatlichen Rate
Was der Rechner rechnet
Der Sparzielrechner dreht die Frage des klassischen Zinseszins-Rechners um: Statt zu zeigen, was aus einer festen Sparrate wird, rechnet er zurück, welche monatliche Rate du brauchst, um einen Zielbetrag auf einen bestimmten Zeitpunkt hin zu erreichen. Dafür genügen vier Eingaben: Zielbetrag, bereits vorhandenes Kapital, Zeitraum in Jahren und erwartete Rendite pro Jahr. Ein Beispiel: Wer ohne Startkapital CHF 50'000 in 5 Jahren erreichen will, muss bei 2 % Zins rund CHF 793 pro Monat zur Seite legen. Das Ergebnis zeigt zudem, wie viel davon eigene Einzahlungen sind und wie viel der Zinseszins beisteuert. Je länger der Zeitraum, desto grösser der Anteil des Zinsgewinns, weil die Erträge selbst wieder Erträge abwerfen.
So wählst du deine Eingaben
Die Qualität des Resultats hängt an realistischen Eingaben. Vier Punkte helfen:
- Zielbetrag: Beziffere ihn konkret, mit Offerten oder Richtpreisen statt Bauchgefühl. Liegt das Ziel viele Jahre entfernt, rechne einen Zuschlag für die Teuerung ein.
- Aktuelles Kapital: Zähle nur Geld, das wirklich für dieses Ziel reserviert ist. Der Notgroschen gehört nicht dazu, er bleibt jederzeit verfügbar.
- Zeitraum: Bei einem festen Termin, etwa einer Weiterbildung oder einem geplanten Kauf, ist er gesetzt. Ohne fixen Termin lohnt es sich, mehrere Zeiträume durchzuspielen: Schon wenige Jahre mehr senken die nötige Rate spürbar.
- Rendite: Wähle sie passend zur Sparform, die du tatsächlich nutzt, nicht nach Wunschdenken.
Verfolgst du mehrere Ziele gleichzeitig, rechne jedes einzeln durch und priorisiere: zuerst die Ziele mit festem Termin, danach die flexiblen.
Sparziele im Schweizer Kontext: Vorsorge zuerst prüfen
Beim grössten Sparziel überhaupt, der Pensionierung, lohnt sich zuerst der Blick auf die Säule 3a: Einzahlungen sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar. 2026 liegt das Maximum bei CHF 7'258 für Angestellte mit Pensionskasse und bei CHF 36'288 für Erwerbstätige ohne Pensionskasse, höchstens aber 20 % des Nettoeinkommens. Seit 2025 lassen sich Beitragslücken unter bestimmten Bedingungen rückwirkend schliessen (BVV3 Art. 7a). Wie viel privates Sparen nötig ist, zeigt die erste Säule: Die maximale AHV-Rente beträgt 2026 CHF 2'520 pro Monat, die Minimalrente CHF 1'260; inklusive 13. AHV-Rente sind es höchstens CHF 32'760 pro Jahr, für Ehepaare gilt ein Plafond von CHF 49'140 pro Jahr. Wer seinen Lebensstandard halten will, braucht darüber hinaus die Pensionskasse und eigenes Kapital. Als Zeitraum bietet sich die Spanne bis zum Referenzalter 65 an.
Am Ende zählt eine einzige Zahl: die monatliche Rate, die dein Ziel realistisch macht. Gib oben deinen Zielbetrag, dein Startkapital und deinen Zeitraum ein. Du siehst sofort, ob die nötige Rate in dein Budget passt oder ob du besser am Zeitraum oder am Zielbetrag ansetzt.
Häufige Fragen zum Sparziel
Wie berechne ich meine Sparrate?
Aus Sparziel, aktuellem Kapital, Zeitraum und erwarteter Rendite ergibt sich die nötige monatliche Sparrate via Annuitätenformel. Höhere Rendite oder mehr Zeit reduzieren die nötige Rate massiv – Zinseszins arbeitet für dich.
Welche Sparform passt zu welchem Zeitraum?
Unter 3 Jahren: Sparkonto oder Festgeld – Sicherheit vor Rendite. 3–10 Jahre: gemischtes Portfolio mit Anleihen und Aktien (50/50 oder 60/40). Über 10 Jahre: hoher Aktienanteil mit kostengünstigen ETFs (langfristig 5–7 % Rendite). Säule 3a für gebundenes Sparen mit Steuervorteil – siehe unseren Säule 3a-Rechner.
Was, wenn die Rendite niedriger ausfällt als geplant?
Markt-Schwankungen sind normal. Faustregel: rechne konservativ und plane einen Puffer ein. Wenn du mit 5 % kalkulierst, aber nur 4 % erzielst, fehlen je nach Zeitraum 10–20 %. Erhöhe entweder die Sparrate oder verlängere den Zeitraum. Tipp: regelmässig (alle 2–3 Jahre) überprüfen und anpassen.
Soll ich monatlich oder einmal jährlich einzahlen?
Mathematisch fast egal. Praktisch: monatlich ist disziplinierter und du nutzt den Cost-Average-Effekt bei Wertschriftensparen (bei Markt-Tiefs kaufst du günstiger). Dauerauftrag einrichten und vergessen ist die mit Abstand häufigste Erfolgsstrategie.
Plane mit deinen echten Zahlen
Geldfuchs zeigt dir, ob deine geplante Sparrate mit deinem aktuellen Einkommen und deinen Fixkosten realistisch ist – und schlägt smarte Anlagestrategien vor.